Lokschilder und Betriebsbücher
(hier der direkte Link zu den Fotos)
Diese Seite erzählt von der Verbindung von Lokschildern und Betriebsbüchern. Gezeigt werden Fotos der Kombination Lokschild/Fabrikschild - Betriebsbuch. Ist es doch selten, eine Kombination von Lokschild und Betriebsbuch zusammenzutragen. Kommt noch ein Fabrikschild dazu, ggf. noch die eine oder andere Beheimatung, gibt das einen sehr schönen Eindruck.
Viele Sammler sind stolz darauf, so eine Kombination zu zeigen. Gibt sie doch etwas von der ehemaligen Maschine wieder, ein Stück Material, sowie die Information des Lebenslaufes. Dieser Lebenslauf erzählt von dem Leben genau dieser Maschine, sozusagen ein technisches Tagebuch. Sehr schnell ist man in so ein Buch vertieft und liest die Begebenheiten, die Fehler, die Probleme und Untersuchungen einer Maschine. Mal mit mehr, mal mit weniger Leidenschaft.
Dampflokbücher sind vom Inhalt deutlich umfangreicher, Elektrolokbücher und Diesellokbücher sind nicht so umfangreich, was wiederum auf die vorangeschrittene Technik mit weniger Wartungsaufwand hindeutet. Von Neubauloks sind noch deutlich weniger Dinge zu finden. Meist sind die Dokumente dann nur noch in gelbe Hefter gesammelt, selten ordentlich strukturiert.
Bei manchen Lokomotiven übersteigt der Wert der Betriebsbücher den Wert des Lokschilds, je nach Seltenheit oder Liebhaberei. Ein Phänomen ist die Baureihe 103. Da gibt es nicht nur Lokschildersammler, sondern auf Grund des Kultstatus weitaus mehr Interessenten, die alles sammeln, was sich um die 103er dreht. Wer an der Erweiterung dieser schönen Seite interessiert ist, darf mit gerne sein Bild senden, mit Hinweis auf die Schilderausführung, den Lebenslauf der Maschine und der Vollständigkeit des Betriebsbuches. Schön wäre es, die erste Seite der Abnahme noch zu fotografieren / zu scannen.
Laut Reglement der Deutschen Bundesbahn sollten die Lok-Betriebsbücher bei der Ausmusterung ins Verkehrsarchiv Nürnberg gehen. Teilweise wurden die Schilder und Betriebsbücher von der Bahn auf Veranstaltungen, bzw. in verschiedenen Ausbesserungswerken (AW) verkauft, teilweise auch in den Bahnbetriebswerken direkt, aber auch vom Verkehrsmuseum Nürnberg selbst. Üblicherweise wurden dann die Betriebsbögen vorher entfernt und liegen heute noch in Nürnberg.
Gerne zitiere ich dagegen einmal aus einer Verfügung der BD Stuttgart aus dem Jahr 1964: "In der Zeit vom 1.1.1964 bis 30.6.1964 wurden aus unserem Bezirk folgende Dampflok und Kessel verschrottet. Die Betriebsbücher dieser Lok können vernichtet werden." (Es folgte die Auflistung der Loks)
Die DB hat die BB anfangs beim BZA zentral gesammelt. Hiervon wurde bereits viele an Eisenbahnfreunde verschenkt oder verkauft und bildeten den Grundstock für manche Sammlung. (Im EK-96er Buch ist dazu ein interessanter Schriftverkehr veröffentlicht) "Nicht so wichtige" wurden dann zahlreich vernichtet... :-( Erst Ende der 60er verfügte die DB die zentrale Archivierung, allerdings wurden auch daraus wieder viele verkauft, insbesondere BR 44 und 50, die als Massenware galten. In einem eines Sammlers beknntenBB wurde hinten vom Verkehrsmuseum Nürnberg mitgeteilt, dass dieses Buch "nicht historisch wertvoll" sei...?! Anderswo als in Nürnberg sind also im Altbundesgebiet keine BB staatlicherseits erhalten (wenn man es so bezeichnen möchte). Bei der DR gingen die BB an das Archiv des Ministeriums oder die Rbd-Archive. Diese wurden mit DB-AG Gründung den Landesarchiven übereignet und sind dort mehr oder minder gut zugänglich. Allerdings ging seit 1989 viel verloren... Erinnert sei daran, dass 1990 auf der Fahrzeugausstellung die Rbd Magdeburg ihre Bücher wegen eines "Wasserschadens" für 50 DM das Stück verkaufte!
Nach Gründung der DB-AG wurden die Bücher von dann abgestellten Diesel- und Elloks nicht mehr zentral gesammelt, sondern höchstens noch Geschäftsbereichsweit. Cargo sammelte z.B. in Mainz. VM Nürnberg hat versucht, dieser Bücher habhaft zu werden, was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Der pensionierte Leiter des Archivs ist gelegentlich mit einem Kleinbus nach Mainz gefahren und hat den voll gepackt nach Nürnberg gefahren. Systematisch war das nicht, aber wohl besser als gar nichts. Schon vorher hat die DB, um die BB zu leichtern (die wurden besonders bei alten E10, E40 etc immer dicker), verfügt, in Zukunft Stammblätter für den Fahrzeugaufbau etc zu verwenden, und die alten Bücher zu archivieren. Das wurde wieder unterschiedlich gehandhabt. aus den Kellern der Bw verschwanden dann einige dieser Stücke, einige wurden vernichtet, andere gingen nach Nürnberg. AW Stendal hat Berge von V100 (Ost und West) Büchern gesammelt. Was daraus werden soll? Teilweise werden daraus wohl Teilhefte den neuen modernisierten Loks mitgegeben, vielleicht verrotten sie auch nur in irgendeinem Keller.
Gerne verweise ich auf die Forumseinträge bei Drehscheibe-Online, aus denen ich einige Infos hier eingebaut, bzw. zitiert habe
Was ist ein Betriebsbuch?
Das Betriebsbuch ist ein nach DIN-VDE0833 geforderter und zu führender schriftlicher Nachweis. In das Betriebsbuch sind alle Ereignisse während des Betriebes sowie alle Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft einzutragen. Eintragungen erfolgen von den "zuständigen Stellen", hier Ausbesserungswerk, Betriebswerk, Abnahmestelle. Betriebsereignisse sind Abnahmedaten, Zeichnungen, Wartungen/Inspektionen, Ausbesserungen, Schäden sowie sonstige Betriebsereignisse. Nach DIN VDE 0833 ist im Zusammenhang mit dem Betriebsbuch auch eine Meldungs- und Störungsstatistik zu führen. Die Eintragungen in das Betriebsbuch sind vom Betreiber der Lokomotive vorzunehmen. Das Betriebsbuch muss ständig verfügbar sein und im Betriebswerk aufbewahrt werden. Sollte die Lokomotive zur Wartung/Inspektion bzw. Ausbesserung das Betriebswerk verlassen, ist das Betriebsbuch der Maschine mitzugeben.
Aus den Anweisungen für die Führung des Betriebsbuches geht u. a. folgendes hervor: "Das Betriebsbuch ist von dem Bahnbetriebswerk zu führen, dem die Lokomotive zugeteilt ist. Bei der Überführung der Lokomotive zu dem Eisenbahnausbesserungswerk ist diesem das Betriebsbuch zu übermitteln. Bei Dampflokomotiven: Das Stammheft des Ersatzkessels ist von dem Eisenbahnausbesserungswerk zu führen, bei dem der Kessel lagert. Einzutragen sind: 1. Bescheinigungen über die Prüfungen und Untersuchungen in die dem Betriebsbuch und den Stammheften beigehefteten Vordrucke 2. Wichtige Arbeiten und Beobachtungen an den Fahrzeugen 3. Die Angaben über die wichtigsten Arbeiten und Beobachtungen sind möglichst kurz zu fassen und zu unterschreiben. 4. ... 5. ... 6. Dem (Dampflok-) Betriebsbuch sind als Anlagen beizugeben: ein Kesselstammheft, ein Tenderstammheft "Diese Stammhefte sind bei dem Wechsel des Kessels oder Tenders durch die Stammhefte des jeweils bei der Lokomotive verwendeten Kessels oder Tenders zu ersetzen."
Für alle Untersuchungen und Arbeiten (Schadgruppen) wurden früher folgende Kurzbezeichnungen verwendet: L 0: Außerplanmäßige Untersuchung nach einem Unfall oder Schaden L 1: Betriebsausbesserung (im Bw) L 2: Zwischenausbesserung L 3: Zwischenuntersuchung (nach Fristen von 3 bzw. 5 Jahren, die verlängert werden können) L 4: Hauptuntersuchung
Da das Betriebswerk (Bw) alle L 1 selbst ausführt, lassen sich diese im Gegensatz zu den anderen Arbeiten nicht unbedingt im Betriebsbuch finden. Die L 0, 2, 3, 4 wurden in einem AW erledigt und erforderten deshalb die Überführung.
Gerne schreibe ich auch den Namen des stolzen Besitzers dazu, sofern das in Ordnung geht. Hier wäre mal der erste Schritt aus der Anonymität gegeben.
Dampfloks
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Lokschild: - 03 145, Guss-Alu-Groß (HohlGuss) Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: (fehlen) |
| es freut sich: | Mathias Lauter |
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Lokschild: - 41 249 Guss-Aluminium-Spitz (Gusszeichen GALMgSi)
Fabrikschild: Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: (fehlen) |
| es freut sich: | ein neuer Besitzer |
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Lokschilder: - 50 1031, Guss-Alu-Magnesium-Silizium - 50 1031, Niet-Alu-Rund - 051 031, Siebdruck - Schild
Betriebsbuch:
Betriebsdaten: Betriebsbögen:
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| es freut sich: | Klaus Otzipka |
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Lokschild: - 50 1387, Niet-Alu-Rund Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | H.-P. Schmitz |
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Lokschild: - 50 2781, (052 781-2) Niet-Alu-Rund Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | H.-P. Schmitz |
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Lokschild: - 50 3071, Niet-Alu-Rund Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | H.-P. Schmitz |
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Lokschild: - 58 1114 Niet-Aluminium-Spitz
Gattungsschild: Heimat-, und Direktionsschild: Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | Heiko Schmitz |
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Lokschild: - 65 1045 (65 1045-7), Niet-Alu-Spitz (Niet-Alu-Groß)
Fabrikschild: Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | Mario Kottek |
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Lokschild: - 93 1117, Niet-Alu-Rund Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: (...) |
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| es freut sich: | Franz-Rainer Feige |
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Lokschild: - 94 1348, Guss-Alu-Spitz - Gt 55.17, Guss-Alu-Spitz - RBD Halle, Guss-Alu-Spitz, DRG-Lücker - Bw Leipzig Hbf-Süd, Guss-Alu Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | Heiko Schmitz |
Dieselloks:
Elektroloks:
Rangierloks:
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Lokschild: 323 262-6, (ex Köf II 6636) Pertinax, Innenschild Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: |
| es freut sich: | Mathias Lauter |
Privatbahnloks:
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Lokschild: Lok 2 Stadt Mainz, Hafenbahn, Messingguss - Hersteller: Hohenzollern
Fabrikschild: Kesselschild:
(rechts) Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: (fehlen) |
| es freut sich: | Mathias Lauter |
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Fabrikschild: - Orenstein&Koppel 1054, 1903, Messingguss Betriebsbuch: Betriebsdaten: Betriebsbögen: (fehlen) |
| es freut sich: | Mario Kottek |
Viel Freude beim Genießen der Galerie wünscht Ihnen Ihr Hans Dücker
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