Pinter Nachgüsse 1982
aktualisiert am
05.02.2008
Im Auftrag von Eisenbahnvereinen goss die Firma Pinter in Schwelm zahlreiche Bw-Schilder nach. Hier ist die Liste abgebildet, die seinerzeit an Eisenbahnfreunde ging:
Zu sehen sind nur seltene Bw-Schilder. Ist auch klar, die gängigen Schilder waren ja hin und wieder zu annehmbaren Preisen käuflich zu erwerben.
Es gibt noch eine Liste, um die ich bemüht bin. Dort sind noch weiter Bw-Schilder gelistet !!!
Ulrich Pinter schrieb mich an, er habe noch einen Restposten der damals im Auftrag gefertigten Schilder. Hier ein Foto:
Es handelt sich um original von Pinter
hergestellte Lokschilder. Ein Nachguss ist nicht mehr möglich, da seinerzeit die Modelle
vernichtet wurden.
Die Schilder sind im Sandgussverfahren aus Aluminium GAL Mg3(Cu) hergestellt und tragen
auf der Rückseite das seit 1907 bekannte "PS" Herstellerzeichen. Es ist in
leicht geänderter Form (siehe unten) auf der Rückseite eingegossen.
Grund schwarz, Schrift erhaben und blank geschliffen, 4 Befestigungslöcher.
Größe ca. mm Text Restmenge Preis Euro/Stück
220x60x6 Bw Ansbach, 5 Stück, je 50,00
Euro
" "
Bw Buchloe, 4 Stück, je 50,00 Euro
" "
Bw Neu-Ulm, 3 Stück, je 50,00 Euro
" "
Bw Passau, 1 Stück, je 50,00 Euro
" "
Bw Simbach, 7 Stück, je 50,00 Euro
270x60x6 Bw Bayreuth, 5 Stück, je 70,00
Euro
" "
Bw Landshut, 4 Stück, je 70,00 Euro
" "
Bw Nördlingen, 2 Stück, je 70,00 Euro
" "
Bw Konstanz, 5 Stück, je 70,00 Euro
" "
Bw Schongau, 4 Stück, je 70,00 Euro
" "
Bw Weinheim, 4 Stück, je 70,00 Euro
370x60x6 Bw Bremen-Walle, 2 Stück, je 90,00 Euro
Die Lieferung erfolgt ausschließlich per Nachnahme. Verpackung und Transportkosten incl. Nachnahmegebühr Euro 8,50.
Ulrich Pinter
Am Schlahn 1
D- 14476 Potsdam, OT Groß Glienicke
Tel. +49 33201 / 40 07 - 21
Fax +49 33201 / 3 17 14
Email : info@passler.de
Internet: www.passler.de
Diese Schilder sind am größeren PS-Stempel sowie an den scharfen Umrissen zu erkennen. Mancher Eisenbahnfreund hat sich auch etwas von den Nachgüssen zugelegt. so konnten Schildersätze damit günstig komplettieren werden, vor allem mit Bw-Schildern, die auf Grund ihrer Seltenheit kaum oder zu abartig hohen Tauschbedingungen zu erhalten waren.
Hier am Beispiel des Bw Lauda, im Detail gezeigt:
Hier noch ein weiteres Bild vom Bw Erndtebrück: (Danke für die Zusendung!)
Es wurden meist Schilder bestellt, die sehr
selten waren und in der Sammlung der heimatlichen Direktion noch gefehlt haben.
Sammler liesen die Schilder, wie sie waren. Der Gussstempel ist eindeutig. Nach
Aussage eines Sammlers wurde Pinter gebeten, den neuen Gussstempel abweichend
von den bereits an die DRG und DB gelieferten Gussstempel anzufertigen.
Bw Gießen und Bw Letmathe wurden verwendet, um originale, gebrochene Schilder wieder zu restaurieren. Hier der Schilderrest der neuen Pinter-Auflage:
___________________________________________________________
Leider gibt es unter den Sammlern krumme Vögel, die diese Schilder auf "alt" trimmen und als echte Lokschilder anbieten.
Diese Schilder wurden "gealtert". Wie? Nun, man nimmt etwas Farbe, manche nehmen Unterbodenschutz, ein bisschen Dreck, etwas im Freien draußen liegen lassen, mit dem Bunsenbrenner kurz darüber halten, Säure wirkt auch ganz gut, etc.
Hierzu ein Beispiel:
Im August 2002 wurde von Hr. Robens aus Gummersbach dem Sammler Hr. Graue aus Bremen folgende Raritäten als "echt" verkauft:
Ein Bw Bruchsal und ein Bw Neustadt. Hr. Graue schnappte sich diese Schilder, in der Hoffnung, endlich diese außergewöhnliche Raritäten erstanden zu haben. Zum Glück hatte ich die Möglichkeit, aus zwei Sammlungen die Originale zum Vergleich herzuziehen.
Zu 95% wurden diese Schilder beim Sammlertreff 2003 als Fälschung entlarvt.
Hier die Bilder. Oben jeweils die Fälschungen, darunter jeweils die Originale.
(zum vergrößern einfach anklicken oder gleich her runterladen)
Darum: Wer Lokschilder nachmacht oder verfälscht, oder sich nachgemachte oder verfälschte verschafft und als Originale in Umlauf bringt, wird bestraft.
___________________________________________________________
Hier
ein weiteres gealtertes Bw-Schild aus der Pinter-Nachguss-Serie, das Bw
Koblenz-Lützel. Die Stempelung zeigt eindeutig den starken, dicken Pinter
Stempel "PS", der die gleiche Strichstärke hat, wie die Schrift.
Nicht zu verwechseln mit dem kleinen, dünnen Pinter-Stempel sowie dem etwas
kleineren Pinter-Stempel, der eine geringere Strichstärke aufweist. In der
Bw-Ecke werde ich mit Fotos auf diese Eigenschaften noch eingehen.
Auf vielfachen Wunsch hier die Abbildung des Gusszeichens. Gut zu erkennen ist
die breite Ausführung, die dem Schriftbild gleicht. (Bitte anklicken für eine
Bildschirmfüllende Darstellung)

___________________________________________________________
Dieses Schild wurde auch einem ahnungslosen Sammler verkauft. Auf einer
Eisenbahnausstellung. Der Verkäufer bestand auf Originalität. Doch einmal
verkauft, aus den Augen, aus dem Sinn...
Der Käufer ist um eine Erfahrung reicher und um ein paar Hundert Euro leichter.
Das Gusszeichen zeigt eindeutig den starken, dicken Pinter
Stempel "PS", der die gleiche Strichstärke hat, wie die Schrift:

___________________________________________________________
Hier noch eine Rechnung eines
Eisenbahnfreundes, der seinerzeit bei Pinter eingekauft hat:

zurück zu den Lokschilder-Reportagen
zurück zur Fälschungs-Seite