Galerie
Geschwindigkeitsschilder
Stand: 02.06.2009
Die kleinen Geschwindigkeitsschilder waren auf dem Führerstand angebracht. Bei Dampfloks am Kessel, bei anderen Fahrzeugen meist oben rechts vom Führerstandspult. Material war zur Länderbahnzeit Rotguss/Messing, zur DRG-Zeit Messing und Aluminium. In der Bundesbahnzeit wurden für die Neubauloks Schilder in Messing und Aluminium gegossen. Für Diesellokomotiven und Triebwagen wurden Resopalschilder graviert. In der Reichsbahnzeit DRo kamen größtenteils Ersatzschilder aus Aluminium an die Lokomotiven.
| Beschreibung | ||||
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Einheit |
Epoche |
Material | Zeit | Schrift |
| m. i. d. Min. | Länderbahnzeit |
Messing Eisen |
bis ca. 1924 | "ss" |
| km i. d. St. | Reichsbahnzeit DRG |
Messing Aluminium |
1924 - 1937 | "ss" + "ß" |
| km/Std. | Reichsbahnzeit DR |
Messing Aluminium Zink |
1937 - 1945 / 1949 |
"ss" + "ß" |
| km/h | Bundesbahnzeit |
Messing Aluminium Zink |
1949 - 1968 / 1991 |
"ss" + "ß" |
| km |
Bundesbahnzeit Reichsbahnzeit (DRo) |
Aluminium Resopal: gedruckt/graviert |
1949 - 1968 / 1991 |
"ss" + "ß" |
Die Bezeichnung "km" ist keine
korrekte Geschwindigkeitsangabe!
Die Geschwindigkeit ist als Weg je Zeit definiert: v=s/t
Unterschieden wird in der Einheit (km/h oder km i. d. Std.), der Schreibweise (Grösste, Größte) und im Material.
Im Merkbuch 939a von 1953 konnten mögliche Baureihen gefunden werden.
| Geschwindigkeitsschilder von Dampfloks: | ||||
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Länderbahn / |
DRG
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DB
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DRo
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mögliche Baureihen |
![]() von 40km i.d.St. abgeändert |
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![]() geprägtes Blech |
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Lok der 0603 der Osthannoverschen Eisenbahn |
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Nebenbahnlok von 1925, 500V-AEG-Lok Oberschöneweide |
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98.6 |
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Köf, 98.6 |
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![]() Blech ! |
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Baureihe 55.25-56 |
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Baureihe 57, 94 |
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Baureihe 58, 93.0-4 |
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![]() mit RG5-Stempel |
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Baureihe 82 |
![]() |
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Baureihe 93 |
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![]() DB, Messing von 82er Rückseite mit Henschel-Gusstempel |
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Baureihe 82, 93 |
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Baureihe 42, 44, |
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Baureihe 42, 44, |
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![]() |
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Baureihe 65 |
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![]() |
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Baureihe 24, 41, 64 |
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Baureihe 24, 41, 64 |
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Baureihe 41, 64 |
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![]() |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 62, 66, 78 |
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Baureihe 38 Wendezugsteuerung |
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von P10/BR39 |
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Baureihe 23 DB |
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![]() GAlSi 12, Aluguss Link-> Bild von Rückseite |
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Baureihe 23 DB |
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Ms von BR 18 |
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Baureihe 18.0 |
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![]() "Garthe Rg5"-Stempel |
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Baureihe 01 |
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Baureihe 01 |
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Baureihe 01 |
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![]() "Garthe"-Stempel |
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Baureihe 01 |
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Baureihe 01.10/03.10 |
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Baureihe 01.10/03.10 |
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Baureihe |
Einteilung in Epochen
Länderbahnzeit bis 1924:
Die Geschwindigkeitsbezeichnung km i. d. Std. oder m. i. d. Min. ordnen wir der Länderbahnzeit bis ca. 1924 zu. In welchem Jahr der Übergang der beiden Schriftbilder stattfand, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen. Das ist aber auch nicht von entscheidender Bedeutung. Die Schreibweise km i. d. Std. gab
es wahrscheinlich überlappend noch am Anfang der DRG-Zeit.
Die Schilder 45 km/Std.- und 55 km/Std. können wegen des Gesamt-Schriftbildes entweder der späten Länderbahnzeit oder der frühen DRG- Zeit zugeordnet werden.
DRG- und Reichsbahnzeit bis 1945:
Beim Übergang von den Länderbahnen zu den Einheitslokomotiven wurden komplett neue Dampfloks entwickelt. Es ist anzunehmen, dass mit der Auslieferung der Einheitsloks ab 1925 die Bezeichnung km/Std. verwendet wurde.
Aus km/Std. wurde dann in der Reichsbahnzeit km/h (sieht moderner aus), wobei dieser Übergang nicht zwangsläufig etwas mit einer bestimmten Eisenbahn-Epoche zu tun haben muss. Es ist auch davon auszugehen, dass beide Schreibweisen km/Std. und km/h einige Jahre parallel zueinander verwendet wurden. Je nach Vorstellung des Auftraggebers (Lokomotivfabrik) oder der Gießerei. Die Bezeichnung km/h gab es parallel zu km/Std. vermutlich ab ca. 1940. Für den definitiven Nachweis sind Vorschriften oder technische Zeichnungen der Bahn notwendig. Leider sind
uns keine solche Unterlagen bekannt.
Bundesbahnzeit:
Einige Fakten sprechen dagegen, die Bezeichnung km/h komplett der Bundesbahnzeit zuzuordnen. Es fällt auf, dass z. B. alle
hier veröffentlichten und uns bekannten Geschwindigkeitsschilder der BR 44 und BR 50 mit 80 km/h beschriftet sind. Demnach hätte die Bundesbahn massenweise Geschwindigkeitsschilder 80 km/h gießen lassen müssen um sie gegen die vorhandenen Schilder 80 km/Std. der Baureihen 44 und 50 auszutauschen. Oder die 44er und 50er bekamen von der Bundesbahn neue Geschwindigkeitsschilder weil die bei der Ablieferung vorhandenen Schilder 80 km/Std. verloren gegangen sind. Beide Möglichkeiten halten
wir für unwahrscheinlich.
Sollten alle Schilder km/h in die Spalte Bundesbahn kommen, bleibt für die DRG- und Reichsbahnzeit an Schildern km/Std. nicht mehr viel übrig.
Schilder mit dem Gusszeichen Garthe sind sofern Fa. Garthe keine Schilder vor 1950 geliefert hat, Bundesbahnschilder. Mit Sicherheit hat die Fa. Garthe keine Schilder für die DRo gegossen.
Gusszeichen sind uns folgende bekannt:
GAl-Si, GAlMg(3Cu),Garthe.
(wer noch welche kennt, bitte Bescheid geben, am besten mit Bild)
Reichsbahn DRo:
Die Schilder mit der Geschwindigkeitsbezeichnung km kommen in großer Stückzahl
aus den neuen Bundesländern, so dass auszugehen ist, dass die Reichsbahn DRo
diese Schilder für ihre Lokomotiven angebracht hat. Waren es nur Ersatzschilder
für fehlende Schilder, oder war da Bürokratie im Hintergrund, kann heute nicht
mehr gesagt werden.
Geschwindigkeitsschilder waren im Gegensatz zu den Nummern-, Eigentums-, Gattungs-, Direktions- und Heimatschilder für die es genaue Vorschriften gab, nur Innenschilder! Es war vermutlich nicht so bedeutend ob für die Geschwindigkeit z. B. km/Std., km/h oder fälschlicherweise nur km angegeben wurde. Auch die Schreibweise "Größte" oder "Grösste" findet man wechselweise von 1925 bis 1968.
Für den interessierten Sammler ist zunächst wichtig, die unterschiedlichen Ausführungen der Schilder bezüglich ihrer Form, dem Text, den Gusszeichen, der
Geschwindigkeitsbezeichnung und dem Werkstoff, kennen zulernen.
Die unterschiedlichen Schreibweisen für die maximale Geschwindigkeit von m. i. d. Min. bis km/h lassen sich zeitlich in etwa einordnen. Wobei es bei den Übergängen von der einen zur anderen Schreibweise mehr oder weniger große Überschneidungen gab.
Herzlichen Dank an Rainer Schmidt, der
mich in dieser Ausarbeitung sehr unterstützt hat !
Ein Thema, über das in keiner Literatur etwas zu finden ist, und welches nur
aus der Essenz jahrelanger Erfahrungen zusammengetragen wurde.
Bitte alles Foto-Material und die Anfragen an folgende Adresse: info@lokschilder.info